Verliebtheit: Wenn die Hormone verrückt spielen

Dieses Gefühl des Verliebtseins kennen wir alle. Die Welt sieht von Wolke sieben auf einmal ganz anders aus und einen klaren Gedanken zu fassen, fällt einem eindeutig schwerer. Grund dafür ist nicht etwa ihr klopfendes Herz, sondern viel mehr Ihr Gehirn. Das arbeitet nämlich jetzt auf Hochtouren und überschüttet den Körper mit den verschiedensten Hormonen. Liebe scheint wohl doch eine Kopfsache zu sein.

Am Anfang war das Dopamin

Insbesondere in den ersten Wochen nach dem Kennenlernen arbeitet das Belohnungszentrum Ihres Gehirns rund um die Uhr und versorgt Ihren Körper mit einer Extraportion Dopamin. Das Glückshormon hat auf Ihre Stimmung einen fast drogenähnlichen Effekt. Kein Wunder also, dass man sich gerade im Anfangsstadium einer Beziehung auf beinahe nichts Anderes, als auf den neuen Partner konzentrieren kann.

Angenehme Stressgefühle durch Adrenalin und Noradrenalin

Sobald wir auch nur an den Liebsten oder die Liebste denken, stehen wir unter Strom. An Schlafen oder Essen ist da nicht zu denken. Unser Körper steht dauerhaft unter Stress, was wir den Hormonen Adrenalin und Noradrenalin zu verdanken haben. Diese sorgen dafür, dass an Stillsitzen nicht zu denken ist. Es sei denn, man kuschelt gerade mit seinem Partner auf der Couch.

Oxytocin: der Garant für eine gute Beziehung

Es ist kein Geheimnis: Irgendwann legt sich die anfängliche Verliebtheit und wird entweder von tieferen Gefühlen abgelöst oder verläuft womöglich im Sande. Die erste Möglichkeit wird vor allem durch die Bildung des biochemischen Botenstoffs Oxytocin begünstigt. Dieser entsteht beispielsweise vermehrt bei einem Orgasmus und bewirkt, dass man emotionale Nähe zu seinem Partner aufbaut und sich sicher und geborgen fühlt. Je größer die Menge an Oxytocin in Ihrem Körper ist, um so wahrscheinlicher ist, dass die Beziehung zu Ihrem Partner von Dauer ist und bleibt.

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