2016 das private Glück finden

Es ist wunderbar, zu Hause von einem Menschen erwartet zu werden, dessen Augen bei unserem Anblick aufleuchten. Der uns mit einem Lächeln empfängt, als ob er den ganzen Tag nur auf uns gewartet hat. Der es nicht erwarten kann zu hören, wie unser Tag gewesen ist. Und der uns sein Herz zu Füßen legt.

Bedürftige Beziehungen

Die Realität zeigt uns ein anderes Bild. Obwohl viele Menschen in einer Beziehung leben, sind sie unzufrieden und ruhelos. Etwas fehlt. Der Zauber der ersten Liebe ist erloschen, aber die Sehnsucht nach diesem bedingungslosen Miteinander bleibt. Als wolle sie uns erinnern, dass wir etwas Wichtiges im zwischenmenschlichen Umgang noch nicht verstanden haben.
Tatsächlich ist es meist so, dass wir mit unseren Bedürftigkeiten aufeinander treffen und im anderen Menschen die Erfüllung unserer Defizite erhoffen. Da der andere Partner meist ähnlich empfindet, finden sich zwei Suchende, von denen jeder leer ausgehen wird. Sich nach Aufmerksamkeit sehnen, jemanden zum Reden „haben“ oder nicht länger alleine sein müssen – all das hebt für kurze Zeit das eigene Selbstwertgefühl. Es kommt aber der Moment, in dem man erkennt, dass man sich durch die Anwesenheit des anderen trotzdem nicht dauerhaft sicher oder besser fühlt.

Ein neuer Anfang

Wer dieses Jahr den passenden Partner finden möchte, muss sich zuerst fragen, was er selbst zu geben hat. Diese Eigenschaften tragen wir wie ein unsichtbares Schild mit uns herum und ziehen auf diese Weise Menschen an, die diesen Mustern entsprechen. Solange wir uns als minderwertig empfinden und nach einem Partner suchen, durch den wir uns besser fühlen können, werden wir immer an Menschen geraten, die dieses Unzulänglichkeitsempfinden verstärken. Wir bekommen, was wir sind. Deswegen ist es wichtig, ernsthaft zu überprüfen, was wir ausstrahlen und welche Signale ein Gegenüber von uns empfängt. Diesen Gedanken hat auch Christian Sander in mehreren Ebooks aufgegriffen. Auf mann-erobern.de macht er deutlich, dass das Empfinden der eigenen Person ausschlaggebend für alle Kontakte ist und wie man Wunsch und Wirklichkeit in Einklang bringen kann.

Lieben beginnt in uns

Niemand kann einen selbstsicherer machen. Niemand kann das Gefühl stillen, sich alleine zu fühlen. Diese Empfindungen sind in uns. Wir können uns eine gewisse Zeit davon ablenken, indem sich unsere Aufmerksamkeit auf einen anderen Menschen und seine Eigenschaften richtet. Trotzdem werden wir wieder auf uns zurückgeworfen, beispielsweise durch zeitweise Abwesenheit des Partners. Lieben bedeutet Geben. Es ist das Schenken von Aufmerksamkeit, Unterstützung und Interesse. Es bedeutet geduldig sein. Zuhören können und eine andere Ansicht neben der eigenen gelten lassen. Geben wir diese Dinge, ziehen wir automatisch die Menschen an, die ebenso gestrickt sind. Laufen wir stattdessen in der Hoffnung durch die Welt, dass jemand durch seine Anwesenheit unser Leben verschönert, werden wir enttäuscht werden. Denn Lieben ist eine Herausforderung an uns selbst. Es bedeutet ein Hineingreifen in das eigene Potential. Wir begegnen einem Menschen und erhalten die Chance, das, wonach wir uns so sehnen, zu erhalten. In uns selbst, damit wir es als eigenen Ausdruck dem anderen gegenüber erleben können. Und nichts schenkt tieferen Frieden als diese Art miteinander zu leben.

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